Mit dem Hospiztag begann Anfang März eine Veranstaltungsreihe, die im Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. bewusst einen ungewohnten Akzent setzte: Humor. Unter dem Leitgedanken, dass Lachen auch in schweren Zeiten verbinden kann, entstand ein Monat voller Begegnungen, Gedanken und überraschend leichter Momente. Der Auftakt stand unter der Frage, wie Humor selbst in schwerer Zeit einen Platz finden kann – eingebettet in eine Reihe von vier Veranstaltungen und begleitet von der schwarz-humorigen Karikaturen-Wanderausstellung „Wenn der Tod dich anlacht“.
Wie gut dieser Ansatz getragen hat, zeigte sich in den Wochen danach. Nicole Peters-Bokelmann sagt dazu: „Es war und ist ein Versuch, das Thema Humor in die Hospizarbeit einzubeziehen.“ Nicht als Gegenentwurf zur Schwere, sondern als behutsame Ergänzung – als Erinnerung daran, dass Leichtigkeit und Tiefgang einander nicht ausschließen.
Nach dem Hospiztag folgte eine Lesung mit Katharina Kostopoulos (Geschäftsführerin des Palliativteams Oberhausen), die nicht nur aus zwei Büchern von Terry Pratchett vortrug, sondern zugleich in dessen berühmte Scheibenwelt einführte. Dort ist auch der Tod keine rein düstere Figur, sondern erscheint mit trockenem Witz und beinahe menschlichen Zügen. Nur wenige Gäste kannten Pratchett bereits. Umso eindrucksvoller war, wie lebendig und verständlich Kostopoulos diesen besonderen literarischen Kosmos erschloss. Es wurde geschmunzelt, gelacht und gestaunt.
Ein weiterer Höhepunkt war der Frühstückstreff, zu dem das Ambulante Hospiz Oberhausen e.V. regelmäßig kostenfrei einlädt. Diesmal war Klinikclownin Mimi zu Gast, die zugleich ehrenamtlich in der Sterbebegleitung tätig ist. Auch diese Veranstaltung stieß auf außergewöhnlich großes Interesse. Die Resonanz zeigte, wie offen viele Menschen für diese besondere Verbindung aus Menschlichkeit, Nähe und heiterem Blick sind.
Den Abschluss bildete schließlich der Auftritt von Dr. Peter Kaup (Mitbegründer der STEG und des Palliativteams). Mit über 50 Anmeldungen war der Andrang besonders groß, der Raum voll besetzt. Und der Abend hielt, was er versprach: Mit Witzen, Kalauern und pointiertem Humor sorgte Kaup für viele Lacher und eine spürbar gelöste Atmosphäre. „Es war ein würdiger Abschluss des humoristischen Monats März, der mit dem Hospiztag anfing und mit Peter Kaup höchst amüsant endete.“ So fand die Reihe einen Schlusspunkt, der das Publikum beschwingt nach Hause gehen ließ.
Was bleibt, ist die Erfahrung, dass Humor auch dort seinen Platz haben darf, wo es um Abschied, Sterben und Trauer geht: nicht laut, nicht vordergründig, aber als leise Kraft, die Menschen verbindet.