Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung konnten die Besuchenden am 13.5.2026 auf allen Ebenen wieder einen perfekten Eindruck vom Hospizverein bekommen – schwarz auf weiß. Der erste Vorsitzende Michael Etges eröffnete das Treffen, das erstmals im großen Besprechungsraum des Gebäudes am Max-Planck-Ring 56 stattfand. Rund 60 Gäste waren zugegen, als er die wesentlichen Momente des zurückliegenden Jahres skizzierte. Von den sechs Vorstandssitzungen, über die monatlichen Dienstbesprechungen, den Umzug im Dezember 25, aber auch die gestarteten Präventionsschulungen, die Adventsfeier, natürlich auch den Hospiztag und die intensive Öffentlichkeitsarbeit. Einmal mehr wurde deutlich, wie aktiv der Verein in seiner ganzen Breite ist.

Im Anschluss lieferten die Koordinatorinnen Claudia Wegner und Deborah Rau den detaillierten Einblick in die tägliche Arbeit. So wurde sichtbar, dass derzeit 120 ehrenamtliche Sterbebegleiter:innen und 23 Helfende Hände aktiv sind, während neun Personen den Vorstand bilden. Hinzu kommen die 30 Trauerbegleiter:innen, mit ihren zahlreichen Angeboten. Allein im Jahr 2025 konnte der Hospizverein 102 Begleitungen abschließen. Hinzu kommen knapp 80 Patientenverfügungsberatungen, das Projekt ‚Hospiz macht Schule‘ sowie die lebhaften Kooperationen u.a. zum Sternenzelt e.V., dem Palliativnetz e.V. und vieles mehr.

Nach den bildhaften Darstellungen folgten die Zahlen. Die Schatzmeisterin des Vereins, Ellen Maus, bot gewohnt souverän einen detaillierten Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Auf vielen Folien nahm sie den bisweilen über die hohen Beträge staunenden Gast mit und klärte abermals über die Ungewissheit auf, die jedem Hospizverein zugrunde liegt – egal wie wirtschaftlich gesund die Situation sich darstellt. Schließlich funktioniert ein Hospizverein nur in dieser Form, wenn neben den Krankenkasseneingängen auch Spenden das ansonsten defizitäre Ideal auffangen. Dieses vage System funktioniert vom ersten Tag des Vereins an – aber es bleibt immer eine Variable mit vielen Unbekannten, denn niemand weiß heute, welche Spenden morgen das Hospiz erreichen. Umso wichtiger sind der bewusste und kostenschonende Umgang mit dem existierenden Kapital.

Nach so viel praktischer Mathematik schloss der erste Vorsitzende die Mitgliederversammlung und verwies noch auf das Sommerfest des Vereins am 4.9., den (vom Palliativnetz organisierten) ebenfalls jährlich stattfindenden Hospiz- und Palliativtag am 10.10.26 und nicht zuletzt auf den nächsten eigenen Hospiztag am 6.3.27.

Den Kopf voller Informationen, aber zufrieden über die offene und auch beruhigende Vereinssituation konnten alle Besuchenden schließlich den Weg nach Hause antreten. Der Verein hat an diesem Abend abermals gezeigt, wie stabil er ist – um die Kernaufgabe der Begleitung Sterbender und Trauernder auch zukünftig optimal umsetzen zu können.