Beim diesjährigen Gasometerlauf war das Ambulante Hospiz Oberhausen e. V. wieder in Doppelfunktion vertreten: Zum einen bot ein Stand des Hospizvereins Interessierten wieder die Gelegenheit, sich über die ambulante Hospizarbeit zu informieren – zum anderen lief auch eine Mitarbeiterin aus dem Team mit. Aber der Reihe nach.

Der 15.7. war einer jener heißen Tage. Die Sonne stand noch leuchtend am Himmel, als sich die Läuferinnen und Läufer im Oberhausener Turnverein von 1873 e. V. am Kaisergarten trafen. Auch unsere Mitarbeiterin Nicole Peters-Bokelmann war gemeinsam mit unserem Mann für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort, um den 31. Gasometerlauf sportlich zu unterstützen. Während sich die beiden also für den bevorstehenden Lauf startklar machten, war der Stand mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin besetzt. Perfekt.

Also informierten sich die ersten Personen zum Thema Patientenverfügung und stellten Fragen zum Ehrenamt in der Hospizarbeit – und die Sportler:innen stellten sich an der Startlinie auf. Nach dem offiziellen LOS hinterließen sie bei der andauernden Trockenheit eine ziemliche Staubwolke, die sich aber so schnell auflöste wie sie entstand. 2 Kilometer vom OTV bis zum Gasometer. Dann 592 Stufen über die Außentreppe bis aufs Dach, eine Runde auf der 117 Meter hohen Aussichtsplattform, wieder 592 Stufen herunter und die 2 Kilometer zurück zum Vereinshaus. Bei rund 30 Grad.

Auch wenn die Strecke aufgrund ihrer überschaubaren Länge keine große sportliche Herausforderung darstellt, so sind die knapp 600 Stufen bei der Temperatur eben doch eine beeindruckende Leistung. Da es bei diesem Lauf aber nicht ums Siegen ging, sondern nur ums Schaffen, hielten sich die ehrgeizigen Qualitäten aller Sportler durchaus in Grenzen. Genau so sollte es sein. Und doch gab es einige routinierte Läufer:innen, die den Gasometer nicht nur einmal, sondern gleich zweimal rauf- und wieder runterliefen.

Wieder angekommen, warteten Getränke, Obst und eine fleischige oder vegetarische Brat- oder Currywurst auf die Sportler – dazu eine wirklich tolle, entspannte und äußerst freundliche Atmosphäre.

Interessanter Nebenschauplatz des Tages: Die Freiwillige Feuerwehr war auch vor Ort und bestritt den kompletten Lauf in voller Montur. Mehr noch: Vor den Treppen des Gasometers zogen sich die rund 10 Feuerwehrmänner auch noch ihre Gasmasken auf, schnallten sich die Sauerstoffflasche um und legten die zusammen über 1.000 Stufen in maximaler Schutzkleidung zurück. Schweißgebadet kamen alle jungen Männer wieder an. 20 Kilogramm wiegt das komplette Set. Und der Hitzeschutz der besonderen Kleidung wirkt auch nach innen. Wo keine Hitze reinkommt, kommt auch keine Wärme raus. Allesamt liefen sie wortwörtlich in ihrem eigenen Saft um die Wette. Umso zufriedener waren sie, als sie, im Ziel angekommen, die schwere Kleidung loswerden konnten. Eine freiwillige Tortur.

Alle ausgedruckten Patientenverfügungsberatungen wurden gegen Spende veräußert, es gab zahlreiche Gespräche am Stand – und nicht zuletzt geht der komplette Erlös aller Einnahmen des Tages (Start und Getränke-Würstchengelder etc.) später direkt ans Ambulante Hospiz Oberhausen e. V. Ein beeindruckender Spendenlauf.

Aber dazu mehr bei der Spendenübergabe in einigen Tagen 😊