Alljährlich laden wir unsere ehrenamtlichen Kräfte zum Sommerfest ein – so auch 2026. Und so trafen die ersten Besuchenden um kurz nach 17 Uhr im Biergarten des Hostel Veritas ein – begleitet vom ein oder anderen Schauer. Leider. Das regnerische Wetter sollte den gesamten Abend begleiten. Der Stimmung tat es dennoch keinen Abbruch.
Während der Meister der Kohlen am großen Grill – und unter dem regenabweisenden Zelt – alles vorbereitete, füllte sich das ehemalige Zechenverwaltungsgebäude. Zeitgleich stimmte sich der integrative Sonnenchor der Caritas um den renommierten Musiker Thomas Bremser ein. Und dann ging’s los.
Der erste Vorsitzende unseres Ambulanten Hospizes, Michael Etges, begrüßte die nunmehr rund 90 Anwesenden in dem stimmungsvollen Ambiente, kündigte den bereitstehenden Chor an und eröffnete damit das Sommerfest. Erwartungsvoll verteilten sich die zahlreichen Ehrenamtlichen, die Koordinatorinnen und auch Teile des Vorstands um den Chor, der, vom Klavier begleitet, in einem rund 20-minütigen Konzert einen Hit an den anderen hängte. Bremser ist weit über die Stadtgrenzen bekannt, Gesangslehrer, Komponist und professioneller Sänger. Das merkte man in jedem Moment, verstand er es doch ganz vortrefflich, den Frauenchor mit vollem Einsatz durch die Stücke zu leiten. Dass dieser integrativ war, ließ sich – wenn überhaupt – nur erahnen. Große Klasse.
Nach der Zugabe eröffnete Etges dann das im Nebenraum vorbereitete Büffet, das wohl jeden Besucher ob seiner reichhaltigen Fülle, Vielfalt und auch Anmutung nur überraschen konnte. Es war ein allseits köstlicher Ritt durch die Aromen – begleitet vom nunmehr frischen Grillgut, das die Besucher bereits während der Vorbereitung neugierig machen durfte.
So füllten sich die Teller, um kurz darauf die Besuchenden zu verwöhnen. Aus jedem Winkel des industriehistorischen Gebäudes waren daraufhin positive Kommentare zum Essen zu vernehmen. Und ja, es war wirklich ein uneingeschränkt großartiges Büffet, abseits der ewig klassischen Schnitzelchen und Erbsen mit Möhren im Hollandaise-Topf.
Nach dem süßen Abschied vom Kulinarischen dann der nächste Programmpunkt: die Fotobox. Freilich keine klassische Kiste, die mit unscharfen oder überbelichteten Bildern trotzdem viel Spaß macht. Stattdessen baute unser Haus-und-Hof-Fotograf Michael Bokelmann dort, wo eben noch der Chor sang, eine Kulisse auf und lud alle Anwesenden zu einem Schnappschuss mit Kunststoffrahmen und Pappschnauzbart ein. Wie in einer Fotobox. Der Drucker raste anschließend, konnte aber dem zunehmenden Ansturm auf die Fotoidee kaum gerecht werden. Und so werden alle Fotos im Nachgang professionell entwickelt und können rund zehn Tage nach dem Fest im Ambulanten Hospiz in Postkartengröße abgeholt werden. Von jedem Bild gibt es dann so viele Einzelexemplare, wie Personen auf dem Bild zu sehen sind.
Nach rund 4,5 Stunden endete dieses doch nur anfangs verregnete Sommerfest. Der Biergarten füllte sich noch einmal mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages, während sich die Tische im Inneren langsam leerten. Es war eine herrlich gelöste Atmosphäre, es wurde viel gelacht, an manchen Tischen durften die Gespräche in die Tiefe gehen. Um 22.00 Uhr schloss der Tag.
Das Sommerfest 2026 war ein kulinarischer Genuss, musikalisch überraschend, fotografisch begleitet und vor allem ein großes Dankeschön an alle ehrenamtlichen Kräfte des Ambulanten Hospizvereins. Wir sehen uns 2027 wieder.