Drei Wochen nach dem gut besuchten Gasometerlauf fand am 5. August 2026 die Spendenübergabe statt. Dabei überreichte der Oberhausener Turnverein von 1873 e.V. (OTV) dem Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. einen Spendenscheck in Höhe von 2.500 Euro.
Rund 15 Turnerinnen und Turner des Oberhausener Sportvereins kamen zur Übergabe auf dem Sportplatz am Kaisergarten zusammen, vorneweg der langjährige Organisator des Gasometerlaufs, Detlef Sonntag. „Bevor wir den Spendenscheck überreichen, muss ich erwähnen, dass auch dieser Gasometerlauf ohne die Unterstützung von vielen Aktiven aus dem Verein unmöglich gewesen wäre“, beginnt er seine Rede. Und tatsächlich hat der OTV auch dieses Sportevent wieder perfekt organisiert. 188 Läuferinnen und Läufer waren dabei, die freiwillige Feuerwehr, die sich in voller Montur trotz sengender Hitze auf den Weg machte, Jung und Alt, Schnell und Langsam. Auch beim 31. Gasometerlauf ging es nicht um Geschwindigkeit, sondern ums Dabeisein und Durchhalten.
Am Ende flossen das Startgeld von lediglich 8 Euro, die Erträge aus dem Verkauf von Würstchen und Getränken und einige Spenden in einen gemeinsamen Topf. Und die so resultierende Summe konnte nun an den ersten Vorsitzenden des Ambulanten Hospizes, Michael Etges, überreicht werden.
Aber warum eigentlich das Hospiz? „Als meine damalige Frau starb, habe ich selbst schon mal eine Trauerbegleitung beim Ambulanten Hospiz mitgemacht, und das war einfach eine ganz tolle Sache“, erinnert sich Sonntag. Seitdem schlägt er das Spendenziel alljährlich im OTV vor – und der geht gerne mit.
So fließen nun 2.500 Euro an den Oberhausener Hospizverein, der im kommenden Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Eine lange Zeit, in der der Verein immer wieder auf sich aufmerksam macht, damit mehr Menschen wissen, dass es diese hospizliche Begleitung in der Stadt gibt. „Wer nicht selbst betroffen ist, für den ist ein Ambulantes Hospiz immer noch unbekannt, und das versuchen wir seit vielen Jahren zu ändern“, erklärt Etges. Auch für diese Öffentlichkeitsarbeit werden die Spendengelder eingesetzt, schließlich finanziert sich ein großer Teil der Arbeit eines Hospizvereins allein durch Spenden.
Ohne das ehrenamtliche Engagement des Sportvereins würde kein Gasometerlauf stattfinden. Ohne das ehrenamtliche Engagement des Hospizvereins wären viele Menschen in der letzten Lebensphase alleine. Es wird immer wieder davon gesprochen, dass das Ehrenamt die unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft sei. Hier wird sie sichtbar.